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Landesbehindertenbeauftragte von NRW

 

Landesbehindertenbeauftragte NRW

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Als Nachfolgerin für den in die Geschäftsführung der freien Wohlfahrtspflege wechselnden  bisherigen Amtsinhaber Norbert Killewald tritt Elisabeth Veldhues ihr neues Amt im Zuständigkeitsbereich von Sozialminister Guntram Schneider an. Er hat am 19.08.2015 die neue Behindertenbeauftragte in ihr Amt eingeführt und Norbert Killewald verabschiedet.

 

Elisabeth Veldhues wurde 1949 in Rheine geboren. Nach dem Schulabschluss machte sie eine Ausbildung bei der Deutschen Bahn war dort auch mehrere Jahre beschäftigt. Seit November 1993 war sie hauptberuflich als Geschäftsführerin der SPD-Fraktion in der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe tätig. Zwischen 2005 und 2012 war sie Abgeordnete des Landtages Nordrhein-Westfalen und dort Mitglied im Ausschuss für Gesundheit und Soziales sowie im Petitionsausschuss

Zur Frage der Inklusion in der Arbeitswelt, die zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit gehören dürfte, meint Veldhues:

Die UN-Behindertenkonvention benennt das „Recht auf Arbeit“. Ein Blick auf die Arbeitsmarktzahlen für Menschen mit Behinderungen zeigt, dass dieses bis jetzt noch ungenügend umgesetzt wird. Auch zeigen uns die Aufnahmezahlen der beschützten Werkstätten, dass mehr als die Hälfte der sog. Neuzugänge Personen sind, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine weitere Beschäftigungsmöglichkeit mehr haben. Dieser Trend muss gestoppt werden. Geprüft werden muss, ob Änderungen im SGB II erforderlich sind. Öffentlich geförderte Beschäftigungsverhältnisse waren für viele Langzeitarbeitslose oft der Wiedereinstieg ins Berufsleben. Leider sind diese Mittel seit 2010 kontinuierlich reduziert worden. Daneben müssen die Mittel der Ausgleichsabgabe zukünftig verstärkt für Integrationsunternehmen und –projekte eingesetzt werden. Bei allen Schulabgängerinnen und Schulabgängern mit Förderbedarf müsste – mindestens 1 Jahr vor dem Schulabschluss - eine individualisierte und auf die besonderen Bedarfe abgestimmte Potenzialanalyse sowie eine praktische Überprüfung der Fähigkeiten und Stärken in geeigneten Berufsfeldern vorgenommen werden. Wir müssen den Automatismus durchbrechen und jungen Menschen helfen, verlässliche Alternativen zur Beschäftigung in einer beschützten Werkstatt zu finden.